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Wachsbatik Technik

Batik Technique What is Batik?

Was ist / bedeutet Batik? Herkunft und Geschichte

Wie entsteht eine Batik? Die Wachsbatik Technik und andere Reserviermethoden

Batiken mit Kindern



Was ist / bedeutet Batik? Herkunft und Geschichte
Batikbild Wachs Technik Windmuehle
Die Heimat der Batiken liegt im asiatischen Raum auf der Insel Java. Es wird vermutet, dass die Batiktechnik mehr als 1400 Jahre alt ist. Die älteste Batikarbeit mit einer Wachsreservierung wurde in Südchina entdeckt. Der Begriff BATIK wird von dem javanischen Wort "amatik" abgeleitet. Das bedeutet zeichnen, malen oder schreiben.

Weit verbreitet sind die Batiktechniken in Indonesien, Malaysia und Sri Lanka. Im Vergleich zu früher werden Wachsbatiken heute jedoch rationeller gefertigt. Anfangs ersetzte der Canting (Tjanting) (Kupferkännchen am Stiel mit kleiner Ausflusstülle gefüllt mit Wachs, das zum Auftragen der Muster benutzt wird) das angespitzte Bambusstäbchen.

Später wurden Geräte erfunden, die den Canting (Tjanting) ersetzten, unter anderem der Stempelblock. Diese Instrumente werden in Töpfe mit heißem flüssigen Wachs getaucht und das Muster damit auf den Stoff gedrückt. So werden die Teile des Stoffes abgedeckt (reserviert), die im anschließenden Farbbad nicht gefärbt werden sollen.
Batik ist keine Stoffmalerei. Das kunstvolle Verfahren Stoff zu färben ist eine sehr alte Technik mit langer Tradition. Ein gebatiktes Kleidungsstück ist noch heute für die Javanerin eine Kostbarkeit. Besonders dann, wenn die Muster mit dem Canting (Tjanting) aufgetragen werden, da diese Reservierungstechnik sehr aufwändig ist. Der Sarong (farbiger Wickelrock), ist das bekannteste Kleidungsstück, das sowohl von Männern als auch von Frauen in Indonesien getragen wird.

Nach Europa ist die Batik Ende des 19. Jahrhunderts durch niederländische Kaufleute gekommen. Diese brachten Batiken als Kleidungsstücke aus Indonesien mit. Erst später trat die Batik als Wandbehang in Erscheinung, sie wurde zum Batikbild.
Die Techniken beim Batiken, Wachsen und Färben sind sehr vielseitig; die textile Reserviertechnik hat sich weiter entfaltet.

Paramente, Stolen und andere kirchliche Textilien werden auch heute noch in liebevoller Batik gestaltet.


Außer der Wachsbatik gibt es verschiedene andere Reservierungstechniken, die Gestaltungsmöglichkeiten bieten, Muster und Strukturen zu erzielen. Unter Tipps finden Sie Anleitungen zum selber Batiken mit Wachs sowie dem Färben mit Plangi und Tritik. Allen Methoden gemeinsam ist es Linien, Ornamente, Symbole oder Flächen auf dem Stoff zu reservieren. Diese nehmen beim anschliessenden Färben keine oder nur gering Farbe auf.

Neben dem Batiken mit Wachs gehören zu den weiteren Reservierungsmethoden auch Shibori (eine sehr alte japanische Technik) bekannt unter Binde- oder Schnürbatik, Tie and Dye (in englischsprachigen Ländern) und Plangi / Tritik (Indonesien). Die Reservierung erfolgt durch die Bindetechnik (Plangi) oder durch Kräuseltechnik mit Nadel und Faden (Tritik). Diese sind im herkömmlichen Sinne zwar keine Batiken, aber es lassen sich ähnliche Strukturen und Ergebnisse wie mit Wachs erreichen. Roketsuzome oder kurz Rozome ist die traditionelle japanische Form der textilen Batik Wachsreservierung.







Wie entsteht eine Batik? – Die Wachsbatik Technik und andere Reserviermethoden

Im folgenden möchte ich Ihnen eine kurze Erklärung zum Ablauf der Batiktechnik geben.

Bevor ich mit der eigentlichen Batik beginne, habe ich ein Bild im Kopf oder fertige eine Auftragsarbeit nach Vorlage (s. Tipps = Batik Geschenkideen). Das Bild der Vorlage übertrage ich mit einem weichen Bleistift auf Naturstoff. Dabei arbeite ich am liebsten auf Baumwollstoffen. Auf diesen vorbereiteten Stoff male bzw. reserviere ich die Muster mit heißem flüssigen Wachs entweder mit einem Pinsel (bei größeren Flächen) oder mit einem Canting (Tjanting). Diese Technik erfordert viel Geschick. Das flüssige Wachs läuft kontinuierlich aus der Tülle des Canting (Tjanting).



Was ist ein Canting (Tjanting)?
Canting (Tjanting)


Nach dem Auftragen kühlt sich das Wachs schnell ab, erstarrt und reserviert die Fläche. Diese so reservierten Flächen behalten beim Eintauchen in das Farbbad ihre ursprüngliche Farbe. Nach dem Trocknen werden erneut Flächen mit Wachs abgedeckt, deren Farbe erhalten bleiben soll. Dieser Vorgang (wachsen, färben, trocknen) wird so oft wiederholt, bis das gewünschte Motiv gefertigt ist.

Beim Wachsen bzw. Färben wird von der hellsten bis zur dunkelsten Farbe gearbeitet, da das Färben der Batiken strengen Farbgesetzen unterliegt. Jede Färbung vermischt sich mit der vorherigen Farbe und die Farbentscheidung für das nächste Farbbad muss überlegt sein. Ist beispielsweise Gelb gefärbt worden muss das nächste Batikfarbbad, wenn Grün erzielt werden soll, Blau sein. Ist die letzte Färbung abgeschlossen wird das Wachs mittels saugfähigem Papier aus dem Stoff gebügelt.

Dieser Vorgang ist immer wieder spannend, denn erst jetzt lässt sich erkennen, ob das Batikergebnis den Vorstellungen entspricht.

Als charakteristisches Merkmal der Batik gelten die Krakeluren. Das sind die dunklen "chaotischen" Linien. Sie entstehen dadurch, dass die Batikfarbe durch die Bruchstellen im Wachs in die Reservierung eindringen kann. Die Batiken erhalten ein feines dunkles Liniennetz.

Was sind Krakeluren?
typische Krakeluren


Durch Zufall habe ich ein kurzes Video aus Singapur entdeckt, auf dass ich hier mit Genehmigung der Autoren verweise. Es zeigt den aufwändigen Batik Prozess, beginnend mit dem Auftragen von Wachs auf Stoff auf vorgezeichnete Flächen oder Linien. Vorgeführt wird zunächst der Auftrag mit Canting anschließend mit Stempel.

Danach wird das Auskochen und Abschöpfen des Wachses nach dem Färben demonstriert. Anschließend wird durch erneuten Wachsauftrag vorgeführt wie neue Flächen in anderen Farben reserviert werden. Das Video ist zwar nur 2 Minuten lang, aber um einen ersten Eindruck zu bekommen recht interessant.

Sein Muster erzählt von einem handwerklichen Geduldsspiel: Einzelne Reiskörner wurden mit einem Faden in winzigen Stoffpäckchen abgebunden, so dass sich durch die spezielle Batiktechnik, Shibori genannt, ein regelmäßiges, fließendes Muster ergibt.(Quelle: DIE WELT 2001)

Bei der Bindetechnik der Stoffe (Plangi) mit Garn oder Schur können Gegenstände (Steine, Knöpfe usw.) mit eingebunden werden, um reizvolle Muster zu erzielen. Bei den eng abgebundenen Flächen bleibt der Stoff heller oder ganz weiß, je nachdem wie lange er im Farbbad verbleibt und wie fest abgebunden wurde. Wenn Sie die Abbindungen nach dem ersten Farbbad drinlassen, können Sie damit auch mehrfarbig färben. Dazu spülen Sie den Stoff nach dem ersten Färbevorgang gründlich aus, nehmen weitere Abbindungen vor und färben in einer weiteren Farbe. Gefärbt wird von dem hellsten zum dunkelsten Farbton. Mit zwei Färbegängen bekommt man z.B. ein T-Shirt mit drei Farben, und zwar die ursprüngliche Grundfarbe des T-Shirt, den Farbton der ersten Färbung und zuletzt eine Mischfarbe aus dem ersten und zweiten Farbbad. Eine einfache Abbindemöglichkeit besteht durch einen Knoten, den Sie in das Stoffteil machen.

Mit Nadel und Faden und anschließendem Kräuseln des Stoffes gibt es eine weitere Bindetechnik (Tritik). Bei der Kräuselbatik wird der Faden mit einfachen Nähstichen durch den Stoff genäht, an den Enden zusammengezogen und verknotet. Mit dem Ende können zusätzliche Abbindungen vorgenommen werden. Der Stoff wird dabei in kleinere und/oder größere Falten gelegt oder gekräuselt. Wenn fest genug gekräuselt und umwickelt wird, dringt das Farbbad nur in die höheren Schichten vom Stoff. Auch bei dieser Technik sind mehrere Abbindungen und Färbungen möglich.

Bevor Sie ein T-Shirt in der Batiktechnik färben, sollten Sie die Abbindungen an einem Probestück probieren, um zu testen wie fest Sie den Stoff umwickeln müssen und welche Muster Sie mit welcher Technik erzielen. Experimentieren Sie mit Faden, Gegenständen und Farben. Demnächst werde ich, nach dem Umstrukturieren meiner Webseiten und wenn ich Zeit habe, hier auch Probemuster mit Fotos der Abbindungen vorstellen.

Wenn Sie noch mehr über Batiktechniken nachlesen möchten, empfehle ich Ihnen meinen Online-Bücher-Shop "Batik - Kunst - Textil" in Kooperation mit Amazon. Sie finden dort recht viel Literatur zum Thema Batiken.





Batiken mit Kindern

ist eine tolle und vor allem kreative Beschäftigung. Es gibt viele Möglichkeiten, dass Kinder schon ab dem Vorschulalter die Reserviertechnik praktizieren können.

Größere Kinder können heißes Wachs mit dem Pinsel "malen" oder mit einer Kerze tröpfeln. Selbst Kindergartenkindern macht es großen Spaß mittels der Abbindetechnik mit Schnüren oder mit Knoten T-Shirts zu färben wobei sie Dinge mit einbinden können (z.B. Knöpfe oder selbstgesammelte Muscheln, Steine usw.).

Mit Wachs lässt sich auch eine Papierbatik herstellen. Einfach das Muster mit Wachs (Kerze oder Wachsstifte) auf Papier malen und anschließend mit Farbe darüber streichen. Soll das Papier eine ähnliche Struktur wie eine Stoffbatik erhalten, verwenden Sie Japanpapier, dass aus Reisstroh hergestellt ist. Dieses wird z.B. zunächst wie eine Serviette und dann fächerartig gefaltet. Mit Daumen und Zeigefinger beim Tauchen im Farbbad fest zusammenpressen. Das gefärbte Papier auf einer alten Zeitung trocknen lassen und erst dann öffnen. Danach heiß das Wachs herausbügeln (keine Angst, echtes Japanpapier verträgt große Hitze). Diese Methode eignet sich besonders gut für Einladungen oder Glückwunschkarten.

Batiken mit Kindern ist eine prima Idee einen Kindergeburtstag, eine Gruppenstunde oder Werk / Textil Schulstunden kreativ zu gestalten. Die Kinder sind mit Eifer dabei, haben einen Riesenspaß und sind danach stolz auf ihre selbst erstellten Kunstwerke.

Gute Ideen und Anregungen sind in dem Buch Batik für Kinder beschrieben. Mit sehr leichten Techniken lassen sich T-Shirts, Hosen, Kissenhüllen oder sogar ein Rucksack färben. Sie können diese in bunte Farben tauchen und dabei mit tollen Mustern in Batiktechnik verschönern. Es sind tolle Beispiele, um Kindergeburtstage kreativ zu gestalten!

Die Pisa Studie der OECD zeigt, dass unsere Kinder besser gefördert werden müssen. Gezielt eingesetztes Material hilft Kindern selbstständig und eigenverantwortlich zu lernen. Unterstützen Sie Ihr Kind und bieten ihm die Anregungen zum pädagogischen Spielen mit kostenlosen Materialanleitungen, Vorlagen und Arbeitsblättern. Mit dem Newsletter vom Montessori-Shop.de können Sie sich die Anleitungen und Arbeitsblätter mit Links zum Gratis Download direkt in Ihr Email-Postfach schicken lassen. Zudem sichern sich damit die Chance auf einen 30 Euro Einkaufsgutschein.



Eine Batik ist immer ein Unikat. Die Motive sind beliebig oft zu wiederholen, aber ein neues Exponat ist nie ein "Fotoabzug". Die Farbtöne der Arbeiten können vom ursprünglichen Original leicht abweichen. Die Krakeluren der Batiken ergeben sich mehr oder weniger zufällig.

Mehr zu den Reservierungstechniken und eine Batik Anleitung mit Tips sowie benötigtem Zubehör können Sie unter Tipps lesen. Die Anleitung zum Batiken sowie die Checkliste Zubehör stelle ich dort kostenlos als EBook zum Download.

In meiner Galerie präsentiere ich Ihnen meine Exponate im Rahmen unter Glas, in der oben beschriebenen Batik Technik handgefertigt.

Mode-Trends und Batik-Mode aus dem Online-Shop.




Batik Technique What is batik?


What is batik? Origins and history

The making of a batik – The wax batik technique and other dyeing techniques

Batik with children



What is batik? Origins and history


The natural home of batik is the island of Java, the fifth largest island of Indonesia. It is assumed that the batik technique is over 1400 years old. The oldest work of batik was discovered in the south of China. The term BATIK derives from the Javanese word amatik. It means to draw, paint or write.

Batik techniques are well spread and developed in Indonesia, Malaysia and Sri Lanka. In comparison with these ancient methods, wax batiks are being produced more efficiently nowadays. At first the bamboo skewer was replaced by canting (tjanting) (copper bowl with downward angled spout filled with wax for the application of the pattern).

Later some tools were developed which replaced canting such as etching. The tool is dipped in a pot of hot wax and then pressed onto the fabric. This application covers the material which will not be affected by the following dyeing procedure.

Batik is not painting on fabric. The skilful procedure of dyeing fabrics is a very ancient technique with a long tradition. A piece of batik clothing remains a precious object to the Javanese woman. Especially when the pattern on the fabric has been applied by the canting method as this technique is particularly elaborate. The sarong (wrap dress) is the best known piece of clothing which is worn by both, men and women, in Indonesia.

Dutch merchants introduced batiks at the end of the 19th century into Europe. They imported batiks as items of clothing. Only later the batik appeared as wall art/hangings. The techniques for the production of batik, the waxing and dyeing are very versatile. The technique of textile reservation has developed further.


Besides the application with wax there are other techniques, which allow a variety of possibilities in order to gain certain patterns and structures. Under Tips you can read the step by step instruction how to make batik with wax as well as dyeing with plangi and tritik. Common with all batik techniques is to reserve spaces on the fabrics, which do not absorb any or hardly any of the dye.

One of them is Shibori (a very ancient Japanese technique), better known as tie and dye batik or Plangi / Tritik (Indonesia). The reservation results from binding (Plangi) or through the application of stitches (Tritik).

The pattern is the result of a skilful craft game of patience. Single corns of rice were tied with one thread into tiny packets of fabric which produces a regular flowing pattern as a result of the special technique called Shibori.
(Sources, DIE WELT 2001)

When tying the fabrics with thread or string (Plangi) it is also possible to thread in objects (small stones, buttons etc.). When the objects are tied closely, depending on the duration of the dying process and firmness, the fabric remains light or even white.

Another tying technique includes the sewing in of a thread (Tritik). It will be fastened at the ends and knotted. The fabric will be folded in small or larger creases. The dye will only penetrate into the outer layers of the fabric.


To be continued ...




The making of a batik – The wax batik technique and other dyeing techniques



Batik with children



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